Familienrecht

Das Familienrecht ist kompliziert und umfangreich. Die Vorgehensweise ist abhängig von der persönlichen Situation der Rat- und Rechtsuchenden und ist nicht vergleichbar mit Fällen aus dem Kollegenkreis oder der Nachbarschaft. Eine fundierte und qualifizierte Familienrechtsberatung ist auch nicht durch Internetinformationen ersetzbar.

Wir bieten Unterstützung für folgende Schwerpunkte:

  • Gestaltung von Eheverträgen
    Eheverträge tragen vorsorgenden Charakter, wenn sie vor Eheschließung oder bei Ehebeginn geschlossen werden. Sie dienen der Regelung persönlicher und wirtschaftlicher Verhältnisse der Ehegatten in der Ehekrise. Ein Ehevertrag muss die aktuelle Situation der Eheleute ebenso berücksichtigen, wie Pläne für das eheliche Zusammenleben oder die Entwicklung der ehelichen Beziehung.
  • Gestaltung von Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen
    Meist ist die Trennung oder eine bevorstehende Scheidung Anlass für die Gestaltung solcher Vereinbarungen. Sie helfen die Trennungssituation zu erleichtern. Dies betrifft insbesondere die Aufteilung des Hausrates, den Kindesunterhalt, das Umgangs- und Sorgerecht, den Trennungsunterhalt, den nachehelichen Unterhalt, den Versorgungsausgleich.
  • Einvernehmliche oder streitige Ehescheidung
    Wer einen Scheidungsantrag stellen möchte, muss sich anwaltlich vertreten lassen. Hier besteht Anwaltszwang. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine einvernehmliche oder streitige Scheidung handelt.
  • Durchführung des Versorgungsausgleiches
    Der Versorgungsausgleich dient bei der Eheauflösung der Teilung aller erworbenen Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung, den Beamtenversorgungen, berufsständischen Versorgungen, privaten Rentenversicherungen, Riester- oder Rüruprenten. Dies erfolgt durch das Gericht in jeder Ehesache von Amts wegen. Besteht eine Ehe noch keine drei Jahre, regelt das Gericht den Versorgungsausgleich nur auf Antrag eines Ehegatten.
  • Regelung des Ehegatten- und Kindesunterhaltes
    Im Rahmen des Ehegattenunterhaltes ist zwischen Trennungsunterhalt, der während einer Trennung bis zur Ehescheidung gezahlt wird, und dem nachehelichen Unterhalt zu unterscheiden. Deshalb ergeben sich verschiedene Regelungen in Bezug auf den finanziellen Ausgleich unter Eheleuten. Hierzu muss die Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit der Beteiligten geprüft werden. Um diese zu ermitteln, schulden sich die Ehegatten wechselseitig Auskunft über ihre Einkünfte und Vermögensverhältnisse.
    Kommt es zu einer Trennung der Kindeseltern, stellt sich die Frage, wer für die gemeinsamen Kinder Unterhalt zahlen muss. Unterhaltsanspruch haben grundsätzlich minderjährige unverheiratete Kinder und volljährige unverheiratete Kinder, solange Sie sich in einer Berufsausbildung bzw. im Studium befinden. Für die Berechnung und Zahlung des Kindesunterhaltes ist es unerheblich, ob das Kind ehelich oder nichtehelich geboren wurde.
    Zu beachten ist aber, dass der Unterhalt für Kinder immer Vorrang vor den Unterhaltsansprüchen der Ehegatten bzw. Partner hat. Daher ist zunächst der Kindesunterhalt zu befriedigen, bevor weitere Unterhaltsleistungen fließen. Gleichwohl die Bedürftigkeit eines minderjährigen Kindes grundsätzlich feststeht, gilt die Auskunftsverpflichtung für den unterhaltverpflichteten Elternteil.
  • Zugewinnausgleich
    Als weitere Folge einer Ehescheidung ist der Zugewinnausgleich zu nennen, sofern die Ehegatten in einer Zugewinngemeinschaft gelebt und den Zugewinn nicht (ehevertraglich) ausgeschlossen haben. Der Grundgedanke des Zugewinnausgleichs ist, dass das während der Ehe von beiden Ehegatten erwirtschaftete Vermögen im Fall der Scheidung gleichmäßig aufgeteilt werden soll. Rechnerisch wird das dadurch realisiert, dass derjenige Ehegatte, der im Vergleich den größeren Zugewinn erzielt hat, die Hälfte des Überschusses an den anderen auszuzahlen hat.
  • Alle Fragen rund um Lebenspartnerschaften
    Eine Lebenspartnerschaft wird begründet zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts, die gegenüber dem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, miteinander eine Partnerschaft auf Lebenszeit führen zu wollen.